KIESGRUBE WIRD ZU RIESIGEM SANDKASTEN
Sand schaufeln, Löcher graben: Kleine baggern wie die Großen
Landsberied - Zu einem riesigen Sandkasten für Groß und Klein wurde die Kiesgrube am Wochenende. Kinder und Erwachsene durften sich als Baggerführer oder Beifahrer im geländegängigen Unimog versuchen. Die Junge Union (JU) hatte dieses Event im Rahmen des Ferienprogramms auf die Beine gestellt.
Bei strahlendem Sonnenschein konnten die Besucher zwischen fünf - ein wenig zu groß geratenen - Spielzeugen wählen: Ein großer Baustellenbagger, ein kleinerer Gartenbagger, eine Hydraulikhebebühne, eine große Betonpumpe und ein Unimog warteten darauf, ausprobiert zu werden - unter professioneller Anleitung. Die meisten Geräte hatten Mitglieder oder Bekannte der JU kostenlos zur Verfügung gestellt, nur die Hebebühne war ausgehen. Fleißige Helfer kümmerten sich um Sicherheit und leibliches Wohl der Gäste. Gegen die große Hitze gab es Steckerl-Eis gratis.
An die 80 Gäste wagten sich ohne Scheu an die ungewohnten Geräte. Vor allem die Buben zwischen fünf und 15 Jahren zeigten sich technikbegeistet und lieferten den Beleg dafür, dass dieses Klischee keines ist, sondern nah dran an der Wahrheit. Besonders die rasante Fahrt über Stock und Stein in dem großen Unimog hatte es den Kindern angetan: „Wenn man über die Hügel fährt, dann hebt es einen richtig aus den Sitzen", erzählt die achtjährige Johanna Hillmeier aus Landsberied begeistert. Zusammen mit Michael Folg wagte sie die wilde Fahrt im „Universal-Motor-Gerät".
„Mir hat das schnelle Bergab-fahren am besten gefallen", sagt der 14-Jährige. Als Fahrer hatte sich Gerhard Hamburger aus Mammendorf zur Verfügung gestellt. Auch er hatte sichtlich Spaß dabei, einige Runden im Kreis durch die Kiesgrube zu drehen. „Rückenschmerzen bekommt man trotz der ruckeligen Fahrt aber nicht", versicherte er mit einem Schmunzeln. Gut für die für so etwas eher anfälligen Erwachsenen. Auch sie genossen die rasante Fahrt. „Da schüttelt es einen schon ganz na schön durch", sage etwa Harald Hengstenberger aus Aich, der mit seiner Frau und dem fünfjährigen Maxi in der Grube war. Der Sohnemann saß konzentriert um Führerhaus des Kettenbaggers und schaufelte fleißig Sand mit der über 20 Tonnen schweren, Maschine. „Es gibt zwei Hebel, mit denen man den Bagger drehen und die Schaufel auf- und ab bewegen kann", wusste der Fünfjährige, nachdem er einige Minuten mit Fabian Eckert von der JU im Führerhaus gesessen hatte.
Alex Gerber aus Landsberied hatte auf dem kleinen Schaufelbagger seinen Spaß und grub Löcher in den Sand. Zum ersten Mal saß er am Steuer des Gerätes. „Uns wurde gezeigt, wie es funktioniert, und es ist ganz einfach", sagt der Achtjährige. Nächstes Jahr soll die Aktion wiederholt werden. „Das Ganze ist ausbaufähig, für das nächste Mal wollen wir einen Hebekran und damit eventuell ein Bierkasten-Stapeln an Scherheitsseilen veranstalten", stellt JU-Ortsvorsitzender Johannes Bads in Aussicht. (Merkur)



